Mittwoch, 12.8.2009Den Palnock (1901 m) bestiegen. Die Terrainwertung wäre in Erlangen eine 4 bis 4.5, hier reicht es nur zu einem "Mittel". Leider Foto vergessen, aber dafür vom Google Street View geblitzt worden. Bemerkenswert, auf welchen Wegen Kühe laufen können!
Heute Nacht hat es durchgehend stark geregnet. Alles matschig hier! Bis es aufklart, machen wir eine Städtetour durch das nahe Millstatt (vermittelt durch einen Multi-Cache), anschließend geht's ab in's Strandbad. Steffi will sich heute nicht anstrengen, schließlich hat sie vom Vortag noch einen Muskelkater. Am Abend sind dann Steffis Eltern angekommen. Als Animation gibt es eine Mini-Playback-Show und Steffi und ich sind Teil der Jury.
Samstag, 15.8.2009Große Reise zum "Großen Reißeck". Mit drei Standseilbahnen und einer Schmalspurbahn den Aufstieg bis 2300 m bequem stehend zurückgelegt, die restlichen 700 Höhenmeter in 5,5 Stunden gemeistert. Die von den Einheimischen als "leicht" beschriebene Tour ging, zusammen mit dem gegebenen Zeitfenster, an die Grenzen meiner und über die Grenzen von Steffis Kondition. Ich stellte mir einen bequemen Wanderweg vor, es ging allerdings über Stock und Stein, durch Schnee und über Klettersteige von über 45 Grad mit Abhängen links und rechts vom Weg. Nahe am Gipfel werden die Luft dünn, die Abschnitte steiler und das Herz rast auf 180. Oben gibt's zur Belohnung ein Foto, das Gipfelbuch und den Cache. Ich war so fertig, dass ich meinen Text für das Logbuch wieder vergessen habe, den ich mir auf dem Weg zum Gipfel zusammengesponnen hatte. Super spannend, extrem trainierend und Natur pur. Gerne wieder, nur sollten wir vorher mehr trainieren!
Mit dem motorisierten Schlauchboot auf den See hinaus gefahren, dann die Kinder an die Steuerung gelassen und ins Wasser gesprungen. Das macht schon Spaß, sich am Seil hängend vom Boot ziehen zu lassen - besser wär's allerdings mit einem stärkeren Motor. Ein oder zwei Menschen hinter dem Boot bremsen doch sehr.
Am Nachmittag kam dann ein Gewitterchen mit leichtem Regen auf und ich war leider der Einzige von der 7-Köpfigen Sippe, der was unternehmen wollte. Ich hab' mich so geärgert! Wenigstens ging's dann am Abend lecker essen.

Steffis Geburtstag! Sie steht schon früh auf, um ihrer Schwester beim Reiten zuzusehen. Anschließend geht's auf ihren Wunsch in's Granatium. Aufgrund ihres hohen Alters ist sie schon recht verdattert und verliert beim Warten auf die Führung spontan unsere Eintrittskarten. Glücklicherweise wurden sie schnell gefunden. Im Granatium geht es durch eine Ausstellung, einen künstlichen Stollen und am Schluß zum Granat aus dem Fels klopfen. Nachdem ich den dritten Stein zerstört hatte, bevor er draußen war, gab ich auf. Steffi war geschickter und brachte eine ganze Handvoll Steine zum Vorschein. Nach getaner Arbeit kam angesichts des Hungers ein Bäcker ganz gelegen und bereitete uns gleichzeitig auf das folgende Wettschwimmen am See vor. Anschließend haben wir uns bei Steffis Eltern zum Geburtstagskuchen eingefunden.
A propos Essen - bevor ich's vergesse, muss ich noch die Toiletten an unserem Campingplatz beschreiben: Sobald man den Raum betritt, geht ein Bildschirm mit den aktuellen Camping-News an. Sogar mit Ton, dann kann der "Feind" nicht mithören. Hat man sich satt gesehen, beginnt ein automatisches Reinigungsprogramm, das einen informiert, wenn man nicht gründlich genug war. Die Fernseher gibt es übrigens auch bei den Pissoirs und Abspülbecken, jede Stunde schießt ein Kanonenrohr und wenn man genug geduscht hat, kann man das Duschhaus über eine Rutsche wieder verlassen. Strom und Warmwasser sind entgegen der üblichen Sitte kostenfrei, jeden Tag gibt es Kinderbespaßung und fast jeden Abend Animation. Also sind wir hier mehr in einem Hotel, als auf dem Campingplatz. Aber genug von der Werbung, weiter geht's mit dem
Dienstag, 18.8.2009Am Vormittag sind wir zur Granatschlucht gefahren und Steffi musste zugeben, dass sie ein gelungener Abschluß des gestrigen Tages gewesen wäre. Jedenfalls war die Schlucht ein super Start in den Tag. Mittags versuchten wir dann, einen Cache in einer alten Mine zu heben, verzweifelten aber schon am Hinweg. Mit einem Profi-GPS (mit Karte) wäre es sicher ein Leichtes gewesen, aber mit zwei Muggelkindern im Schlepptau wollten wir dann doch nicht auf einem fremden Berg herumzaubern (durch das Unterholz stapfen). Also entschlossen wir uns für einen Multi am See, den wir faul mit dem Fahrrad anfuhren - was schlau war, denn der Multi entpuppte sich als ein 16 km langer Weg. Die Kids waren von ihrem Fund hellauf begeistert und mussten natürlich gleich was tauschen - da haben wir wohl mal wieder ein paar Muggels konvertiert!
Leider hat Steffi bei irgendeiner Stage erstens intimen Kontakt mit einer Wespe gehabt und zweitens ihre Sonnenbrille vergessen, daher ist klar, was am Mittwoch ansteht:
Zelt putzen und Schuhe trocknen! In der Nacht gab es wieder einen starken Regen, nach dem am nächsten Morgen blauer Himmel erstrahlt, aber meine Turnschuhe völlig durchnässt sind. Und über unsere Lebensmittel ist eine Nacktschnecke gelaufen! Iiih!
Tagsüber haben wir dann die Pedelecs meiner Schwiegereltern ausgeliehen und sind die ca. 30 km um den Millstätter See gedüst. Dabei sind wir keiner Sonnenbrille, dafür aber allerhand Cachern begegnet. Bei 34 Grad fanden wir es während den Steigungen total lustig, ganz unfair den Unterstützungsmotor zu aktivieren und bergauf die trainierten Profis lässig lächelnd zu überholen.
Donnerstag, 20.8.2009Mit einem ordentlichen Sonnenbrand auf den Oberarmen geht's heute früher als sonst aus dem Bett: Rafting steht an! Der Fluss hat Schwierigkeitsstufe 2-3, gehört angeblich zu den leichteren Flüssen und ist daher (mit einem Führer und professioneller Ausrüstung) für Anfänger wie uns gut geeignet. Wir werden ordentlich nass, insbesondere nach dem Sprung von einer Brücke (ohne Boot), ich werde morgen einen Muskelkater haben (Nachtrag: nein, hatte ich nicht *g*) und mein Sonnenbrand hat sich verschlimmert, da ich fälschlicherweise angenommen hatte, die Neoprenanzüge hätten Ärmel. Das nächste Mal verwende ich wieder Sonnencreme! Am Nachmittag verkrieche ich mich in jeden Schatten, den ich finden kann und verschlinge gierig das Buch, dem gar nicht einfällt, mir eine Spannungspause zu gönnen. Leider war's das schon wieder mit dem Urlaub, die Vignette läuft aus, meine Freunde und insbesondere die Papierflut vor dem Referendariat warten auf mich. Sollen sie doch kommen, ich bin erholt und gewappnet!
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| Döbriach 2009 |