gezwitschert

Tagebuch aus Holland 2010

Endlich ist es soweit – drei Wochen frei – Thomas hat natürlich länger...

Tag 1, Dienstag, Anfahrt.

Tag 1Wir packen unsere sieben Sachen, sorgen für einen passenden Ersatz in unserer Wohnung, erledigen noch dies und das und los geht die Reise – auch die Fahrräder dürfen diesmal mit – dank dem neuen Auto geht das jetzt.

Nach sieben Stunden Fahrt erreichen wir den Campingplatz.

Campingplatz? Auf den ersten Blick sehen wir einen alten Bauernhof, und viele, viele Kühe. Doch auf dem zweiten Blick entpuppt sich er sich als netter, ruhiger und sehr sauberer Campingplatz mit viel Komfort. Na dann, nix wie ausräumen, Fahrräder schnappen und los zum Strand. Auf dem Weg nehmen wir natürlich den ersten Cache mit. Und dann erreichen wir den Kilometer weiten feinsten Sandstrand, selbst Thomas, der lieber in Schluchten rumkraxelt, als sich wochenlang an den Strand zu legen ist hin und weg. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer – Steffi hat sorgsam die Fahrräder am Strand abgeschlossen... Doch ohne Schlüssel bleibt uns die Heimfahrt mit dem Taxi nicht erspart. So geht unser erster Urlaubstag mit Fahrräder-auf-das-Autodach-laden zu Ende.

Tag 2, Mittwoch, wunderbare Natur mit böser Überraschung.

Tag 2Es gibt hier nicht nur Kühe – genauer gesagt sind es hier direkt eher Kälber – sondern auch viel Wasser. Einige Häuser sind komplett von Gräben umrandet. Leider sind Entwässerungsgräben nicht die einzige Wasserquelle – auch von oben kommt reichlich Wasser.

So verbringen wir den zweiten Tag zunächst damit das Zelt trocken zu legen und prüfen die Funktion unserer Regensachen. Nachdem von oben kein Wasser mehr kommt, schwingen wir uns auf die Drahtesel und erkunden die Gegend – natürlich ist das GPS-Gerät dabei und führt uns in entlegen Dünenlandschaften und Vogelschutzgebiete. Hierbei lernen wir eine Tücke des Gerätes kennen: Manchmal versteckt sich unter einem Parkplatzschild ein Cache – diesen schönen Multi machen wir leider nicht - als wir in sehen, sind wir die Strecke bereits abgelaufen... Schade

Bevor wir heim radeln stärken wir uns noch bei Kaffee und heißer Waffel – super lecker.

Tag 3, Donnerstag, Texel.

Tag 3Am nächsten Tag geht es auf die Insel Texel. Wollten wir nicht auch die Fahrräder mitnehmen?

Die Fahrkarten für hin und Rückfahrt mit der Fähre ist für Fußgänger und auch Fahrräder fast geschenkt. Für den Preis kann man in manchen Städten nicht einmal 2 Stunden Parken (siehe Tag 11) Die Fähre wird auf ihrer rund 20-minütigen Fahrt stets von fliegenden Ungeheuern begleitet. So niedlich sie auf manchen Urlaubspostkarten scheinen mögen, sind diese riesigen kräftigen Vögel nicht. Gekonnt stehen sie in der Luft, fangen jeden kleinsten Brotkrümel auf und treffen zielsicher auf Kinderköpfe. Der Wind scheint für sie nicht zu existieren – Steffis Fahrkarte jedoch kann dem brausenden Wind nicht widerstehen und kriecht heimtückisch aus Steffis Handtasche – Doch die Fährtickets gelten grundsätzlich für Hin- und Rückfahrt daher wird da auch nicht kontrolliert – Steffi muss also nicht auf der Insel bleiben oder gar heim schwimmen.

Aus der gewünschten Wattwanderung wird heute leider nichts – die Führungen sind bis Samstag ausgebucht. Heute ist Donnerstag! Wenn wir schon mal da sind, besuchen wir das Ecomare. Es besteht aus mehreren Teilen: Naturkunde, Auffangstation für gestrandete Tiere und einem Meerwasseraquarium. Auch auf den gut ausgebildeten Thomas warten im Aquarium einige neue Erkenntnisse: Rochen lassen sich streicheln. Schollen sind einheimische Tiere, können sich gut verstecken und haben einen seltsam deformierten Kopf. Sie schwimmen schief (flach auf dem Grund). Steffi gefallen natürlich die Seehundbabys – da muss sie gleich mal die Kamera testen. Das Resultat lässt sich im Webalbum bewundern. Am Strand stellt uns die Kurverwaltung von Texel vor ein Rätsel: auf einem offiziellen Schild heißt es, man soll die Füße nicht im gehen baden, sondern im sitzen! Vielleicht haben wir da was falsch verstanden?

 

Fortsetzung folgt. Leider erst etwas viel später.